Dienstag, 18. Februar 2014

Was hab ich mir dabei gedacht? - Teil 1

In den letzten Postings bin ich oft auf meine Geschichten in "Weird Trip" eingegangen und wie sie entstanden sind. Aus aktuellem Anlass starte ich schon mal eine neue Rubrik, in der ich erkläre, was ich mir bei Geschichten dachte, die in Anthologien veröffentlicht wurden.

Den Anfang macht „Wie ich meine Sommerferien verbrachte“. Gerade erscheinen in „Das Ende der Menschheit“ beim Amrun-Verlag.
Interessant bei der Ausschreibung war, dass hier nicht das Ende der Welt im Vordergrund stehen sollte, sondern die Protagonisten. Es wäre ja auch langweilig, wenn jede Geschichte nur darauf hinausläuft, dass unser Planet zugrunde geht. Das war jedenfalls mein Aspekt. Ich wollte den Schwerpunkt auf die Handlung der Menschen legen und entschied mich hierbei für ein Feriencamp für Kinder und Jugendliche auf einer erfundenen Nordseeinsel. Es gibt keine Möglichkeit dort wegzukommen, nachdem der Strom ausgefallen und der Großteil der Menschen verschwunden ist. Im Vordergrund stehen zwei Jungs, welche sich auf der Flucht vor anderen Jugendlichen befinden, die sich zu mordenden Psychopathen entwickeln. Und das nicht ohne Grund.

Ich gebe es zu: Ich wollte ein "Herr der Fliegen" schreiben, das dem Leser die Schuhe auszieht, sie ihm links und rechts um die Ohren haut und sie ihm mit zusammengebundenen Schnürsenkeln wieder anzieht. Aber irgendwie ist mir dies nicht gelungen. Es geht in der Geschichte um Kinder und ich konnte einfach nicht so sehr in die Vollen gehen, wie ich es erst vor hatte. Meine Geschichten sind nicht immer harmlos und wenn es passt, baue ich Splatterszenen ein, aber eine meiner wenigen Regeln lautet: "Kein Splatter mit Kindern."

Deswegen entschied ich mich der Geschichte etwas Humor zu verleihen. Bauchkrämpfe wird hier niemand kriegen, aber der Kommentar meiner Frau sagt ja so einiges: "Die Figuren erinnern mich alle an die Simpsons".
Wer also das Ende der Menschheit mit den Simpsons erleben möchte, sollte mal einen Blick riskieren ;-)

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