Freitag, 14. Februar 2014

Weird Trip: Fatale Fehlentscheidung

"Eine Abkürzung" in meiner Sammlung "Weird Trip" war genauso wie "Die Mitternachtstür" zu Beginn Teil einer größeren Handlung, aber diese wirkte mir irgendwann zu gestreckt und ich entschloss mich dazu, nur den Anfang der Geschichte zu schreiben. In der Kürze liegt bekanntlich die Würze.

Wir alle haben sicher schon mal daran gedacht, die eine oder andere Abkürzung zu nehmen und es letztenendes bleiben lassen, weil sie uns nicht geheuer war. In dieser Geschichte versperrt ein Mann einer Frau aus gutem Grund den kürzeren Weg. Was sie nicht daran hindert, es trotzdem zu versuchen.

Normalerweise haben wir Angst davor in dunklen Gassen überfallen zu werden, doch für eine Horrorgeschichte wäre das zu simpel. Realistisch und somit beängstigend, ja, aber auch nichts, was uns allzu lange im Gedächtnis bleibt. Es sei denn ich drehe die Gewaltschraube richtig an, was ich nicht vor hatte und wie gesagt, die Idee stand schon.

Als Autor in dem Genre versucht man in allem möglichen etwas Finsteres zu finden (Hey, ich hab schon über eine Schüssel Müsli geschrieben. Kein Witz) und gerade Themen, die den Leuten sowieso Furcht einflößen, machen es uns einfach und schwer zugleich. Einfach, weil wir bereits wissen worüber wir schreiben wolle. In diesem Fall eine finstere Gasse. Schwer, weil sich im Kopf des Lesers gewisse Erwartungen aufbauen, die wir vielleicht nicht erfüllen können. Mag sein, dass dies auch der Grund war, warum ich "Eine Abkürzung" eben abgekürzt habe, um es etwas interessanter zu machen.

Die ursprüngliche Idee hätte viel mehr Personen, Action und ein paar kleine Fantasyelemente beinhaltet. Aber als ich beim ersten Anlauf den Anfang schrieb dachte ich mir bereits, dass dies alleine für eine Geschichte reichen würde. Ich bin bis heute zufrieden mit dieser Entscheidung.  

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