Dienstag, 15. April 2014

Warum "Weird Trip" heißt, wie es heißt

Letztes Jahr veröffentlichte ich über Xinxii meine Horrorkurzgeschichtensammlung "Weird Trip" und ab und an habe ich hier erklärt, wie ich auf die Ideen zu den einzelnen Geschichten kam. Woran ich dabei gar nicht gedacht habe ist zu verraten, wie es zu dem Titel kam.

Passend dazu gibt es bis zum 02. Mai die Xinxii Blogparade, bei welcher Autoren, die über diesen Anbieter veröffentlicht haben, erklären können, wie es zu dem Titel ihres Buches kam. 
Solch einen zu finden ist nicht immer einfach. Besonders dann nicht, wenn so viele Geschichten darunter fallen und er irgendwie zu ihnen allen passen soll. 

Warum also "Weird Trip"?
Weird bedeutet "unheimlich" oder auch "merkwürdig". Mit Trip meine ich keinen Drogentrip, sondern eine "Reise", welche der Leser unternimmt. Und dank der bunten Mischung in meinem Buch, ist es eine wirklich merkwürdige und stellenweise unheimliche Reise. 
Die Geschichten entstanden in einem Zeitraum von mehreren Jahren. Ein paar lagen länger in der Schublade, andere waren noch recht frisch und zwei oder drei entstanden extra für dieses Buch. Mein Ziel war es von Anfang an möglichst unterschiedliche Geschichten zu nehmen, die nichts miteinander gemeinsam haben, außer der Tatsache, dass sie von mir stammen. 

Am besten stelle ich jede in ein bis zwei Sätzen vor, damit sich jeder ein Bild machen kann. 

- Die Mitternachtstür: Nachdem ein Ehepaar in sein neues Haus eingezogen ist, entdeckt es eine Tür, hinter der nichts weiter als eine Wand liegt. Bis sich nach Mitternacht hinter ihr ein Tunnel öffnet, in dem etwas lauert. 

- Ein Tag wie jeder andere: Der Mitarbeiter einer Zeitschrift über mysteriöse Vorkommnisse soll einen Mann aufsuchen, der jede Nacht das gleiche Pärchen an seinem Fenster vorbei schlendern sieht. Und jede Nacht hört er danach den gleichen, grauenvollen Schrei.

- Nur für ihn: Ein Mädchen wird von ihren Eltern zu Gesangwettbewerben gezwungen und ahnt nichts davon, dass es einen heimlichen Verehrer im Publikum hat, der ihre gemeinsame Zukunft plant. 

- Eine Abkürzung: Eigentlich könnte sie es so viel kürzer bis nach Hause haben, wäre da nicht der Obdachlose, welcher ihr den Weg durch die Abkürzung versperrt. Als sie es an ihm vorbei schafft, wird sie merken, dass der Mann sie nicht ohne Grund davon abhalten wollte. 

- Duelo del monstruo: Was kommt nach Hundekämpfen, Hahnenkämpfen und Fight Clubs? Kämpfe zwischen haushohen Monstern, auf deren Ausgang die Menschen Wetten abschließen. 

- Zu seinem eigenem Besten: Ein Mann wacht eingesperrt in einer Zelle auf und begreift nicht, dass er dort sicherer sein wird, als draußen. 

- Gestohlener Fluch: Eine Prostituierte wird es bitter bereuen ihrem Freier einen Gegenstand gestohlen zu haben. Denn nicht nur er ist nun hinter ihr her. 

- Black Cadillac: Besessen von Serienmördern kauft ein junger Mann den Wagen einer Gruppe Mörder und stößt dabei auf ein Geheimnis, das mit den Morden zu tun hat. 

- Der letzte Luchador: Captain Inferno war ein gefeierter Wrestler in Mexiko, bevor er alles verlor. Als eine Beschwörung schief geht, kann er sich ein letztes Mal als Held beweisen. 

Wie man merkt, erzählt jede Geschichte etwas vollkommen anderes und auch im Ton unterscheiden sie sich voneinander. Es geht düster, humorvoll, makaber und auch mal emotional zur Sache. Deswegen der Titel "Weird Trip", weil es eben eine eigenartige, wie abwechslungsreiche Reise ist, auf die ich den Leser schicken möchte. 

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