Samstag, 3. Mai 2014

Das war mein NaNoWriMo April 2014!

Für alle denen der NaNoWriMo (National novel writing month) nichts sagt:

Ziel ist es für den Autoren innerhalb eines Monats 30.000 bis 50.000 Wörter in einem Werk oder generell an einem Projekt zu schreiben. Die einen arbeiten an einem Roman, die anderen an Kurzgeschichten oder an etwas ganz anderem. Dabei bietet die Website campnanowrimo.org die Möglichkeit in einer Community mit anderen Autoren rund um den Globus zu kommunizieren und täglich seine Wortzahl zu aktualisieren, damit der Autor weiß, wie gut er in der Zeit liegt, wie viele Wörter er am Tag schreiben muss, um rechtzeitig fertig zu sein und so weiter. Hilfreiche Mails des Campteams sollen zusätzlich unterstützen.

Und? Hast du es geschafft?

Auch, wenn ich zwischendurch dran gezweifelt habe: Ja. Die ersten 30.00 Wörter waren schnell geschrieben, es flutschte geradezu. Mit den nächsten 10.000 ging es dann etwas schleppernder voran und den Rest investierte ich ein anderes Projekt. Mein NaNo-Roman heißt "Monströs", mein erster Roman!
Bisher habe ich nur Kurzgeschichten und Kurzromane geschrieben und bin somit Abwechslung gewohnt. Eine Woche habe ich mit Serienmördern verbracht, die nächste mit Zombies und wieder eine mit Parasiten. (Also, nicht wirklich. Nur in meinen Geschichten.) Einen Roman zu schreiben und das auch noch durchgehend, heißt sich auf ein einziges Thema zu konzentrieren, aber auch sich unendlich entfalten zu können. Ich konnte mir Zeit für Handlung und Figuren nehmen, wie nie zuvor.

Vor- und Nachteile

Es hat als Vor- und Nachteile an solch einem Mammutprojekt zu arbeiten. Als Autor kann man viel über sich selber lernen und das Ziel vor Augen zu haben, 50.000 Wörter schaffen zu wollen, ist ein echter Anreiz. Ich habe es mehrmals versucht und nie so viel in so kurzer Zeit geschafft. Überhaupt habe ich nie so viel geschafft. Über 70 Seiten und es gibt noch einiges zu erzählen. Das ist ein richtig befreiendes Gefühl. Es bedeutet aber auch, sich das schöne Wetter öfter mal durch die Fensterscheibe anzusehen. Facebook und Co. bleiben links liegen und genau diese Disziplin ist es, die ich endlich beherrschen wollte. Vielleicht nehme ich mir von nun an öfter vor, in einem Monat eine bestimmte Anzahl von Wörtern zu schaffen. Keine 50.000 mehr, Gott bewahre. Es gab Tage, da wollte es nicht laufen. Aber vielleicht 25.000. Oder 20.000. Das dürfte auf jeden Fall drin sein. Angenommen ich schreibe jeden Tag 1000 Wörter, fünf oder sechs mal die Woche, dann gehe ich Ende des Monats mit 20.000 bis 25.000 Wörtern raus. Nicht schlecht, oder? Mal werden es mehr, mal weniger. Aber es ist machbar.

Allerdings...

Die letzten 10.000 Wörter habe ich in ein anderes Projekt investiert, das bis Mitte Juni fertig sein muss. Aus Zeitgründen, und weil ich einiges bei "Monströs" überdenken möchte, habe ich mich zu diesem Schritt entschieden. Das andere Projekt erfordert auch noch viel Aufmerksamkeit, doch ich befinde mich auf einem guten Weg es so hinzubekommen, wie ich es haben möchte. So schön es auch war, zu zusehen wie meine Figuren und die Geschichte "Monströs" ein Eigenleben entwickelten und der geplante Plot fast nur noch zur Nebensache wurde, neue Charaktere auftauchten, jene mit denen ich viel vor hatte plötzlich tot am Boden liegen zu sehen (Was die komplette Geschichte auf den Kopf stellen kann, dass selbst ich keine Ahnung mehr habe, wohin uns das führt.), es war auch sehr anstrengend. Deswegen entschied ich mich erstmal zu pausieren, an einer anderen Geschichte zu schreiben, welche fertig werden muss. "Monströs" kommt aber bald wieder an die Reihe.


Warten wir also auf den nächsten National Novel Writing Month!

Nix da! Ich kann es nur empfehlen sich einfach mal für einen Monat ein gewisses Ziel zu setzen, so und so viele Wörter zu schaffen. Es muss nicht perfekt sein, denn jeder Roman und jede Kurzgeschichte wird nach der Fertigstellung noch mal bearbeitet. Aber ihr kommt voran und habt etwas, dass ihr bearbeiten könnt. Kennt ihr dieses deprimierende Gefühl nicht vorwärts zu kommen? Das fällt dann fast weg. Sicher klappt es nicht immer, aber es ist ein Ansporn.
Vielleicht habt ihr auch schon Erfahrungen mit dem NaNoWriMo, oder ähnliches und habt Lust im Kommentarfeld darüber zu schreiben.

Wenn ihr mich dann entschuldigen würdet, ich muss da noch einige, liegen gebliebende Ideen bearbeiten. Der April war anstrengend und lehrreich zugleich. Und es hat Spaß gemacht, auch wenn ich zwischendurch ganz anders gedacht habe ;-) 
  

Kommentare:

  1. Ich könnte keinen Roman schreiben - ich bin nich dafür gemacht xD

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  2. Probieren geht über studieren ;-) Ich hab es so oft versucht und nie ist etwas draus geworden. Aber jetzt hab ich Übung drin und weiß, wie ich es angehen muss.

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