Dienstag, 19. August 2014

In meinem Kopf tobt ein Flohzirkus!

Kürzlich hat Carmen Weinand von Horror and more eine nette Rezension zu meinem Buch "Weird Trip" geschrieben. Und dabei fiel auch der Satz: "Noch immer frage ich mich, wo der Typ all diese Einfälle herzaubert"

Achtung! Achtung! Es folgt die Standardantwort eines jeden Autoren:

Ich weiß es nicht!

Woher nehme ich meine Ideen? Na, wahrscheinlich von meinen vier größten Inspirationen: Bücher, Filme, Comics, das alltägliche Leben in Form von meinem Umfeld und den Nachrichten. Wenn ich schreibe, sehe ich die Handlung wie einen Film vor meinen Augen entlang laufen. Jedoch habe ich das Gefühl einen Comic zu schreiben, was mir oft beim Ton und dem Humor meiner Geschichte hilft. Ich versuche es aber so gut wie möglich zu formulieren, denn wenn ich ein Buch lese, mag ich die verschiedenen Stile von Autoren. Es sollte flüssig und voller Tempo sein. Und dann kommen noch die Nachrichten ins Spiel. Verschwundene Personen, über deren Schicksal man sich Gedanken macht. Verbrechen, die nicht geklärt wurden und zu denen wir uns eine Lösung überlegen. 

Ich lese sehr viele unterschiedliche Sachen, was Comics betrifft, da gibt es nichts, was es nicht gibt. SciFi, Horror, Western, Thriller, Superhelden, Weird Fiction, ja sogar Comicserien, die auf Tatsachen beruhen. Und dann ist da oft dieser Gedanke, ob man nicht auch mal so etwas schreiben will.

Ich bezeichne mich selber als Nerd, denn in Comics und Filmen gehe ich oft richtig auf. Ich interessiere mich sehr für diese Medien und kann mich sehr für sie begeistern. Deswegen kommt es immer wieder vor, dass ich denke: "So etwas will ich auch mal schreiben."
So etwas wie "Godzilla", aber eben anders. Es soll nicht um Monster gehen, die sich prügeln, denn das mag ja auf der Leinwand toll aussehen, aber in einer Geschichte langweilt es. Was wäre denn, wenn die Menschen auf den Ausgang von Monsterkämpfen wetten könnten?
Das Ergebnis könnt ihr in meiner Geschichte "Duelo del monstruo" lesen.
Was wäre, wenn ein Mann ständig Gesangswettbewerbe von Kindern besucht, weil er dort seine große Liebe gefunden hat? Über solche Wettbewerbe wird ja oft in Klatschmagazinen im Fernsehen berichtet. 
Darüber habe ich in "Nur für ihn" geschrieben.
Und was geschieht, wenn ein Kerl das Hab und Gut von echten Verbrechern sammelt, seine Sammelleidenschaft ihm aber zum Verhängnis wird? Steht alles in "Black Cadillac". Eine Kurzgeschichte, die ihr, wie die beiden anderen, in "Weird Trip" findet.

Manchmal habe ich das Gefühl, in meinem Kopf würde ein Flohzirkus toben. Die Ideen kommen aus dem Nichts, lassen sich aber oft auf irgendetwas zurückführen. Dabei achte ich sehr genau darauf nicht zu kopieren. Unterbewusste Beeinflussung hin oder her, ich will nichts schreiben, was schon geschrieben wurde. Jedenfalls nicht wissentlich.

Also lebt der Weihnachtsmann nicht am Nord- oder Südpol, sondern auf einem Atomtestgelände in Nevada. Und er ist nicht nett, sondern das komplette Gegenteil. In "Santas Dorf der Verdammten" ist es nicht kalt und dunkel, sondern heiß und hell. Weil ich es mag mit Klischees zu spielen und eines ist, dass in Weihnachtsgeschichten Schnee liegt und sie meistens nachts spielen. Zu finden ist diese Geschichte in der Anthologie "Dunkle Seiten 6" des Twilight-Line Verlags. 

Ich hab mir also meine Gedanken gemacht, wo ich die Ideen hernehme. Es sind die Dinge mit denen ich mich jeden Tag beschäftige, meine Begeisterung zu bestimmten Medien und anderes. Ich denke, so geht es jedem anderen Autoren auch, aber wundert euch nicht, wenn ihr einen fragt, woher er seine Ideen nimmt und er sagt, er wüsste es nicht. Denn in diesem Moment will es einem wirklich nicht in den Sinn kommen. Erst, wenn ihr bereits gegangen seid, fällt es einem wieder ein und dann ist es schon zu spät. Vielleicht will er aber auch nicht verraten, dass er eine magische Schatulle hat, welche ihm unendliche Ideen liefert oder er kleine Kobolde im Keller angekettet hält, damit sie für ihn schreiben.

Bis dahin,

Thomas.

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