Dienstag, 14. Oktober 2014

Würde Disney Filme ab 18 drehen, dann hießen diese "Elephantmen"

Image Comics ist für mehrere Dinge bekannt.

1. Ihre Serien spielen zum Großteil in ganz eigenen Universen, im Gegensatz zu denen von Marvel und DC, deren Helden sich ständig auf die Füße treten.
2. Ihre Comics richten sich zum Großteil an ein erwachseneres Publikum.
3. Die Serien weichen oft von der bekannten Norm ab und haben genauso oft nichts mit Superhelden zu tun. Es gibt Horror, SciFi, Thriller, Fantasy und Serien, die sich nur schwer in eine Schublade stecken lassen.

Zu letzterem gehört auch die Serie "Elephantmen" von Richard Starkings, welche am besten als Pulp Science Fiction mit einem guten Schuss Noir Thriller beschrieben werden könnte. Und mit Tiermenschen.
Aber wer jetzt gleich an sprechende Enten ohne Hose (Aber mit Badehose am Strand!), Mäuse mit Haustieren und ähnliches denkt, liegt weit daneben. Diese Tiermenschen werden etwa 100 Jahre in der Zukunft mit Hilfe von Genexperimenten aus den Körpern von menschlichen Müttern geboren und zu Soldaten für einen Krieg in Afrika herangezüchtet. Deswegen sind es zum Großteil Tiere von diesem Kontinent, um die es hier geht. Elefanten, Nashörner, Krokodile, Zebras, Nilpferde, etc.

Die Serie spielt jedoch nach dem Krieg. Die Tiermenschen, allgemein Elephantmen genannt, haben keine Perspektive, werden von vielen verachtet und als Monster angesehen. Einige haben jedoch so eine Art Job. Zum Beispiel als Ermittler. Und hier beginnt der Pulp-Anteil. Die Elephantmen lösen Kriminalfälle, werden immer wieder an ihre Vergangenheit erinnert, leben in einer futuristischen Welt und versuchen ein normales Leben unter Menschen zu führen.

Der Ton der Comics ist düster, es fließt Blut, ab und an wird geflucht und etwas Solizalkritik blitzt auch durch. Ich habe mir kürzlich das erste Paperback "Wounded Animals" zugelegt (Schwer wie ein Elefantenbaby, das Ding!) und bin total begeistert. Diese Mischung aus verschiedenen Genres ist wirklich klasse und mal etwas ganz anderes. Ich bin sehr wählerisch, was Tiermenschen betrifft. Eigentlich mag ich sie nicht, da sie oft kindisch und albern daher kommen (Und das sage ich als Fan der Teenage Mutant Ninja Turtles. Ironie des Lebens, oder?), aber wie schon gesagt, diese Serie ist ganz klar nicht für Kinder geeignet.

"Wounded Animals" ist noch nicht wirklich gradlinig, aber trotzdem interessant zu lesen. Hier lernt man praktisch die Welt kennen, in welcher diese Serie spielt. Ich kenne bereits ein paar der aktuelleren Ausgaben und dort kommt das Krimi-Flair bestens zur Geltung. Eine hervorragende Serie, die ich weiter im Auge behalten werde.

Bis dahin,

Thomas.   

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