Donnerstag, 27. August 2015

Überraschend guter Höllentrip



Sich nach einem Kultsong zu benennen zeugt nicht gerade von Kreativität, aber das Cover von „Highway to hell“ hat mich neugierig gemacht. Die Figur darauf erinnerte mich an die „Dead Space“ Videospiele, die ich klasse finde. Reinschauen kostet ja nichts, also riskiere ich einen Blick. Und Heureka! Was für ein Fest. Zwei sich abwechselnde Zeichenstile, abgefahrene Monster und jede Menge Splatter.



Moment, worum geht es überhaupt?
Zu viel sollte nicht verraten werden, denn „Highway to hell“ überrascht mit einer tollen Handlung, die aber mehr Spaß macht, desto weniger man über sie weiß. Zwei FBI-Agenten, die es mit ungewöhnlichen Fällen zu tun haben, werden zu einem Tatort beordert. Wer jetzt auf ein Team wie Mulder und Scully hofft, wird enttäuscht. Die zwei männlichen Charaktere geizen weder mit Schimpfwörtern, noch mit Munition. Ihre Vorgehensweise ist sehr direkt und deswegen so unterhaltsam. Auf der Suche nach Verdächtigen stoßen sie auch bald auf den Mann in der Rüstung, den wir schon vom Cover kennen. Und dann …
Tja, dann geht es so richtig los.

Ich weiß, das ist nicht viel, aber mehr möchte ich wirklich nicht verraten. Wer Monster im Stil von „Das Ding aus einer anderen Welt“ mag und nichts gegen eine ordentliche Portion Splatter hat, sollte hier zugreifen. Die Geschichte ist temporeich erzählt und bietet trockenen Humor. Mit 18,99€ ist es nicht gerade billig, da man es ja auch schnell durchgelesen hat, bereut habe ich den Kauf aber zu keiner Sekunde.

Das Skript stammt von Victor Gischler, den ich bereits durch seine Arbeit an Serien wie „Punisher“, „Deadpool“ und „X-Men“ kenne. Außerhalb der Comicwelt schreibt er Noir Thriller und das merkt man der Geschichte auch an. Eigentlich beruht diese auf einer Erzählung von Davide Dileo, denn „Highway to hell“ ist eine Eigenproduktion des italienischen Verlags Panini und eine Zusammenarbeit mit dem Kreativ Studio Italian Job, die manch einer vielleicht dank Videospiele und Animationsfilme kennt. Gezeichnet wurde es von Riccardo Burchielli, der sogar bei „Batman“ Hand anlegen durfte und Francesco Mattina, der für Marvel an Serien wie „Spider-Man 2099“ und „War Machine“ gearbeitet hat.   

Das Ende lässt eine Hintertür für eine Fortsetzung offen. Ich hätte nichts dagegen, noch einen Ausflug in diese Welt zu unternehmen. Aber ob das passieren wird, ist erst einmal fraglich.

Kommentare:

  1. Ich bleibe dann eher bei meinen Masters of the Universe-Comics. Aber auch die nehmen es mit 16,99 € von den Lebenden und Untoten.

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  2. Die sind tatsächlich auch nicht schlecht. Ich lese sehr viel im Original, da sind die Comics etwas günstiger ;-)

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