Sonntag, 10. Januar 2016

Meine Bestenlisten 2015: Filme

Mir ist aufgefallen, wie selten ich 2015 im Kino war. Ich schaue mir gerne Filme auf der großen Leinwand an, doch 2015 war für mich ein schwaches Kinojahr. Die meisten guten Filme habe ich zu Hause auf DVD gesehen. Ohne Deppen, die mir in die Rückenlehne treten und den ganzen Film über reden.

Also dachte ich mir: Wenn im Kino fast nur Gurken liefen, was waren dann überhaupt meine Filmhighlights dieses Jahr? Tatsächlich hatte ich schnell ein paar beisammen und die stelle ich euch gerne vor.

Platz 5: Wolfcop

Okay, es geht trashig los. Wolfcop erzählt von einem Polizisten, der durch ein Ritual zum Werwolf wird und von da an das Böse in seiner Stadt bekämpft. In Uniform und aufgemotztem Streifenwagen, versteht sich.

Das ist einer dieser Filme, von dem Leute ungerne zugeben, dass sie ihnen kennen, oder, dass er ihnen gefallen hat. Ein Film, der so schlecht ist, dass er schon wieder gut ist. Die Handlung pendelt zwischen tollen Gags und derbem Splatter. Die Effekte zwischen "Na ja, ganz nett." und "Gott, wie furchtbar." Trashfans kommen auf ihre Kosten. alle anderen sollten ihn nicht nüchtern sehen. 

Platz 4: Wyrmwood

"Mad Max" meets "The walking dead". Muss ich noch mehr sagen? Echt jetzt?

Kaum ein Film schafft es das Gaspedal von Anfang bis Ende bis zum Anschlag durchzutreten. Wyrmwood gelingt das problemlos. Das geringe Budget sieht man dem Film kaum an. Oder, dass er über Jahre hinweg von ein paar Freunden gedreht wurde, wenn diese an Wochenenden Zeit hatten. Ein wirklich cooler Streifen, voller schräger Ideen und massig Action.

Platz 3:The guest

"Halloween" meets "The Terminator"

Wieder eine krude Mischung, aber genau so steht es auf der DVD-Hülle. Ich konnte es mir nicht vorstellen, dachte beim Ansehen des Films aber: "Passt!"
Der Film handelt von einer Familie, die ihren Sohn und Bruder um Krieg verliert. Plötzlich steht ein gewisser David vor der Tür. Angeblich ein Freund des Verstorbenen. Die Familie nimmt ihn bei sich auf, doch schon bald wird klar, dass David nicht der ist, für den er sich ausgibt. Und dass er ein bestimmtes Ziel verfolgt.
Regisseur Adam Wingard konnte mich schon mit seinem temporeichen Slasher "You're next" überzeugen. "The guest" ist gänzlich anders, eher ein Thriller, als Horror, aber ebenfalls nie langweilig, toll gedreht und gut gespielt.


Platz 2: Oculus

Zehn Jahre saß Tim im Gefängnis, nachdem er des Mordes an seinen Eltern beschuldigt wurde. Jetzt will er mit seiner Schwester herausfinden, was wirklich in der Mordnacht passiert ist und welches Geheimnis ein Spiegel in sich trägt, der verflucht zu sein scheint.
Ich hab gar nicht so viel erwartet, obwohl mich der Trailer schnell überzeugen konnte. Und ... Heureka! Der Film konnte mich echt überraschen. Immer wieder gibt es spannende Rückblenden, wie der Spiegel das Leben der Familie langsam zerstört hat und bald verschwimmen Illusionen und Realität so miteinander, dass weder die Figuren, noch die Zuschauer wissen, was gerade wirklich passiert. 
Ein wirklich spannender, düsterer Film, von dessen Regisseur hoffentlich noch viel kommen wird.
 

Platz 1: It follows

Der Grund, warum ich mich entschieden habe diese Bestenliste zu schreiben. "It follows" spaltet die Meinungen. Die einen feiern ihn, die anderen finden ihn öde. Kann sein, dass ihr mich für bekloppt erklärt, dass ich ihn euch empfehle, aber ... Verdammt! Ich finde Film einfach geil! Ich bezeichne Splatterfilme und ähnliches als die Actionfilme des Horrorgenres, denn wenn ich mich schon nicht gruseln tue, kann ich mir wenigstens irrwitzige Gemetzel ansehen.
"It follows" hat es aber geschafft, ein unbequemes Gefühl und sogar etwas Paranoia in mir zu erzeugen. Der Film handelt von einem Fluch, der durch Sex übertragbar ist. Hast du ihn, musst du mit einer anderen Person schlafen, sonst kann es sein, dass dich etwas verfolgt, das nur du wahrnehmen kannst. Es sieht aus wie ein Mensch, aber immer anders. Vielleicht wie eine Person, die du kennst. Hat es dich erwischt, stirbst du und verfolgt wieder die Person, die dir das angetan hat. Es gibt also kein endgültiges Entkommen und doch fiebert man mit den Figuren mit, dass sie eine Lösung finden.
Unaufgeregt erzählt, mit einem tollen Soundtrack und guten Schauspielern, ist "It follows" mein Horrorfilmhighlight 2015 schlechthin. Wenn man überhaupt nicht damit rechnet, passiert etwas. Und teilweise sind diese Szenen so grotesk, dass man sie kaum glauben kann. Darin liegt die Stärke des Films. Seine ruhige Erzählweise wird immer wieder durch "What the fuck!!!"-Momente unterbrochen.
Ich hoffe, dass wir vom Regisseur David Robert Mitchell noch viel sehen werden!

Weiter geht es dann nächstes Mal mit meinen 5 Lieblingsbüchern aus 2015.

Bis dahin,

Thomas.

Kommentare:

  1. Vielleicht kenn ich von den Büchern ja eins. Von den Filmen ist die Anzahl Null. ;-)

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  2. Vielleicht ist er aber auch Mainstream und meiner ist der spezielle. :-P

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