Montag, 19. September 2016

Die besten Ideen kommen vorm Schlafengehen

Ich glaube, jeder kreative Mensch kennt das: Eigentlich will man ins Bett, weil in den frühen Morgenstunden der Wecker klingeln wird. Aber kaum steht man vorm Badezimmerspiegel und putzt sich die Zähne, da kommt einem die Idee für das aktuelle Projekt. Egal, ob es eine Kurzgeschichte, ein Roman oder der Plan die Welt zu erobern ist, auf einmal fällt der Groschen, der alles andere ins Rollen bringt. Und während man sein Spiegebild so anstarrt, stellt man sich die Frage, ob der Schaum vorm Mund wirklich nur von der Zahnpasta kommt.

Woran es liegt, dass die besten Ideen immer im falschen Moment kommen, weiß ich nicht. Vielleicht, weil man innerlich zur Ruhe kommt. Weil man sich gerade nicht auf das bestehende Projekt verkrampft. Ich hatte gestern einen sehr schönen Tag zusammen mit meiner Frau, war mit ihr unterwegs und musste mich nicht wegen irgendetwas stressen.  Danach konnte nicht nur fast 2000 Wörter an einer Geschichte schreiben, sondern auch endlich mal wieder ein paar Seiten lesen. Und dann gab es bei "5 Zimmer, Küche, Sarg" noch ordentlich was zu lachen. Vielleicht war ich am Abend einfach so entspannt, dass sich der Knoten in meinem Kopf plötzlich gelöst hat und mir deswegen die rettende Idee kam.

Okay, "Rettende Idee" ist übertrieben. Ich steckte nicht fest, wusste schon vorher, wohin die Geschichte gehen sollte. Aber jetzt weiß ich, wie ich alles noch ein wenig runder wirken lasse, schneller zum Punkt komme und somit auch schneller schreiben kann. Weil ich ein Ziel vor Augen habe. Geschichten entwickeln irgendwann ein Eigenleben und das hat diese gestern Abend. Wieder mal im ungünstigsten Augenblick, aber wozu gibt es Notizbücher?

Die Geschichte, um die es geht, ist übrigens für Anthologie "Blutgrütze 3" vorgesehen. Der zweite Band der Serie um unappetitliche Geschichten ist gerade als Print und EBook erschienen. Und ganz nebenbei: Eines der Taschenbücher gibt es ab dem 21.09.16 auf meiner Facebookseite zu gewinnen.

Vielleicht habt ihr ja Lust, euer Glück zu versuchen.

Bis dahin,

Thomas.  

1 Kommentar:

  1. Witzig, mir ging es gestern ähnlich. Nach einer Durststrecke kam ich super voran und bin dem Ende des Werks ein gutes Stück näher gerückt.

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