Donnerstag, 30. März 2017

Schluss mit Glitzer!

Hätte mir vor einem Jahr jemand gesagt, dass ich mal in einer Einhornanthologie veröffentlicht werden würde, hätte ich wohl geantwortet: "Oookaaaay ..."
Und dann überlegt, wovon meine Geschichte handeln könnte. Aber fest daran geglaubt hätte ich eigentlich nicht, denn wenn wir an Einhörner denken, fallen uns zuerst bunte Farben, Märchen, Glitzer und so weiter ein. Das ist nun wirklich nicht meine Welt. Farben gibt es in dieser, aber eher Blutrot und Schwarz.
Die Idee über Einhörner zu schreiben, hätte mich dennoch nicht losgelassen. Ich liebe Herausforderungen, wenn ich dabei in meinem Genre bleiben darf und das ist und bleibt nun mal Horror. Ich liebe Horror! Wäre es ein Brotaufstrich, würde ich es mir jeden Tag auf den Toast schmieren.

Einhörner sind bestimmt nicht neu in Horrorgeschichten, kennen tue ich aber keine. Nur einen Film, in dem man kein Einhorn erwartet und dann kommt eines um die Ecke. Ich will jedoch nicht spoilern, um welchen es sich dabei handelt, sondern langsam zum Punkt kommen.

Als ich an einer Ausschreibung für Kurzgeschichten über Einhörner teilnahm, wollte ich mal sehen, ob es mir gelingt, in das Buch zu kommen. Um ehrlich zu sein stelle ich mich bei jeder eingereichten Geschichte erstmal auf eine Absage ein. Dann tut es weniger weh, wenn die Autorenliste veröffentlicht wird und der eigene Name nicht draufsteht. Mit meiner Geschichte "Die Nacht der fleischfressenden Einhörner" wollte ich mich keinesfalls über das Thema lustig machen. Düstere Geschichten waren durchaus erlaubt.

Mit der Absage hatte ich, wie bereits erwähnt, irgendwie schon gerechnet, aber ob es geklappt hätte, weiß man eben nie, wenn man es nicht probiert hat. Ich wollte die Geschichte erstmal etwas ruhen lassen und auf eine andere Gelegenheit für sie warten und tat etwas, was ich sonst nie tue: Ich schrieb auf Facebook, dass meine Einhorngeschichte abgelehnt worden ist. Nicht aus Frust, sondern wohl eher, weil sich niemand vorstellen kann, dass ich so etwas geschrieben habe.
"Einhörner? Sind das nicht diese glitzernden Pferde? Und was hat Thomas damit zu tun?", hörte ich schon den einen oder anderen sagen.
Und kurz darauf schrieb mich Autor und Herausgeber Markus Kastenholz an, um zu fragen, ob er meine Geschichte mal lesen könnte. Ich hatte zwar kein Problem damit, glaubte aber nicht daran, dass sie in eine seiner Anthologien passen würde.
Bis er mir von seinem neuen Verlag "K&K Books" schrieb, der am 1. April seine Pforten öffnet. Zusammen mit Jasmin Krieger wird Markus Romane, Anthologien und anderes veröffentlichen. Das erste Buch ist die Einhornanthologie "13 Shades of Unicorn" und beinhaltet meine Geschichte, sowie Geschichten von Jana Oltersdorff, Torsten Scheib, Candy Hecht, Rosa Leber, Andreas März, Julia Raschke, Jane Breslin, Markus Kastenholz, Jasmin Krieger, A. M. Arimont, Tobias Habenicht und Annika Leonhardt.

Das Cover stammt von Thorsten Azrael Perne: 


Unser Ziel war es, eine möglichst ungewöhnliche Einhornanthologie zu kreieren und das sollte uns gelungen sein. Die Inspiration zu meiner Geschichte waren der Film "Night of the living dead" und diese Zeichentrickserie um grüne Elfen, die Lisa Simpson früher immer geguckt hat. Beschreiben würde ich es also eine Mischung aus Vorschulkinderzeichentrick und Splatterfilm. Fans von "Happy Tree Friends" dürfen sich freuen.

Außerdem durfte ich bereits Janas Geschichte lesen und abgesehen davon, dass sie wirklich verdammt gut ist, macht sie auch klar, wie abwechslungsreich dieses Buch werden wird.
Erhältlich ist es ab dem 1. April als EBook. Das Print folgt in etwa zwei Wochen. Wer solange nicht warten möchte/kann, bitte hier entlang.

Dass Einhörner gerade voll im Trend liegen, wurde mir tatsächlich erst bewusst, als die Anthologie schon unterwegs war. Ich bin noch nie irgendeinem Trend hintergelaufen. So etwas interessiert mich nicht. Und jetzt tue ich es völlig unbeabsichtigt. Mit Einhörnern. Manchmal ist das Leben schon verrückt.

Bevor ihr aber denkt, ich werde zum Fantasyautoren, sage ich euch, dass sich einiges in Vorbereitung befindet, das wieder dem Horror zuzuordnen und auch meine Einhorngeschichte gewohnt trashig ist.



An dieser Stelle noch ein Hoch auf den K&K Verlag. Ich drücke Jasmin Krieger und Markus Kastenholz fest die Daumen, dass ihr Verlag ein Erfolg wird und werde gerne mitwerben und Projekte anbieten. Die Leipziger Buchmesse liegt nur ein paar Tage zurück und als ich dort war, habe ich mir bereits einen Stand für die beiden vorgestellt. Bis es soweit ist, treffe ich sie hoffentlich mal auf einer Lesung oder einer Convention. Ich bin mir sicher, dass sie alles richtig machen werden. Bei der Namenswahl für den Verlag haben sie es bereits bewiesen, denn keiner kann sagen, ob Krieger oder Kastenholz an erster Stelle steht. Und oft ist die Verteilung der Namen bereits der erste Todesstoß für gemeinsame Projekte, so lächerlich das auch klingen mag.

Wenn ihr dem Verlag auf Facebook einen Besuch abstatten möchtet, geht es hier entlang. 

Bis dahin,

Thomas.

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