Montag, 28. August 2017

Die Final Girls kommen

Gestern erhielt ich die Zusage für meine Kurzgeschichte "Final Girls Ride Out". Sie wird in einer Anthologie von Detlef Klewer bei Karina-Publishing erscheinen und erzählt von einer jungen Frau, die erfahren muss, dass sie nichts weiter als eine Filmfigur ist. In einem Horrorfilm, versteht sich. Denn gesucht waren Geschichten, in denen Filme, Kameras, Dreharbeiten, Kinos oder etwas in der Art eine Rolle spielen.

Über die Zusage freue ich mich natürlich sehr, aber ich weiß jetzt schon, dass sich meine Geschichte den Vergleich mit dem Film "Final Girls" gefallen lassen muss. Dieser erzählt von einer Gruppe Freunde, die in einen Slasherfilm in der Tradition von "Friday the 13th" geraten und mit den Charakteren um ihr Leben kämpfen. Allerdings habe ich meine Geschichte vor bereits Monaten geschrieben und den Film erst vor wenigen Wochen gesehen.


Dennoch stießen mir ein paar Gemeinsamkeiten sauer auf. Ich möchte an dieser Stelle nicht verraten, was es war. Tatsächlich wären sie noch gravierender gewesen, hätte ich die Geschichte nicht aus Platzgründen umgeändert. Dass es gewisse Überschneidungen gibt, kommt hin und wieder vor. Keine Idee ist einmalig und ich habe mich im weiteren Verlauf des Films auch damit abgefunden, denn nur zu Beginn von "Final Girls" und "Final Girls Ride Out" sind sie wirklich bemerkbar. Die Grundidee und die Inspiration zu meiner Geschichte waren eigentlich nicht einmal Horrorfilme.



In "Last Action Hero" mit Arnold Schwarzenegger erfährt der Polizist Jack Slater, dass er nur eine erfundene Figur ist. Dieser Film war es, der mich auf eine Idee brachte, die anfangs auch noch vollkommen anders aussah, als das fertige Ergebnis. Es sollte um eine Filmfigur und einen Fan gehen, die sich gegenseitig helfen. Und außerdem war es als längere Geschichte geplant gewesen, aber ich war unsicher, ob ich das so umsetzen konnte. Nur ein paar Tage später sah ich die Ausschreibung zu "Cinema Obscura". Detlef Klewer hatte mich bereits in seinen Anthologien "Böse Clowns" und "Horror-Cocktail" veröffentlicht. Ich wollte es also gerne wieder versuchen. Auch, weil das Thema für mich gemacht war. Nicht nur, dass ich alle Arten von Horrorfilmen gucke, ich lese auch ständig über sie.

In Büchern, Fanzines, Magazinen oder im Internet. Es gibt unzählige Subgenres über Spukhäuser, Werwölfe, Zombies, Slasher, Kannibalen, etc. Meine Geschichte ist kleine Hommage an verschiedene Genres, wobei mir schon von Anfang an klar war, dass ich niemals alle erwähnen können würde. Mein Ziel wurde es, eine abwechslungsreiche Mischung zu schreiben. Mit ein paar Insidergags, wenn möglich. Und ab da hebt sich "Final Girls Ride Out" auch endgültig von "Final Girls" ab.



Ob ich die Geschichte geschrieben hätte, nachdem ich den Film gesehen habe? Wahrscheinlich ja, aber ich hätte ein paar Sachen anders gemacht, um eben nicht mit dem Vergleich zwischen den beiden leben zu müssen. Ich mag die Story und bin froh, sie umgesetzt zu haben. Die Gemeinsamkeiten zum Film sind mir auch fast egal, denn so etwas lässt sich nicht vermeiden. Dennoch war es mir wichtig, das einfach mal loszuwerden.

Und außerdem habe ich nach fast einem halben Jahr mal wieder was für meinen Blog geschrieben. Hurraaaa!

Bis dahin, Thomas.


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